Wir wünschen ein besinnliches Muharrem-Fasten

Vom 25. Oktober bis zum 5. November steht in diesem Jahr für die Alevitische Gemeinschaft die Muharrem-Fastenzeit an. Während der 12 Tage andauernden Fasten- und Trauerzeit gedenken wir der Massaker des Jahres 680 an einem unserer Heiligen, Pir Imam Hüseyin, sowie an 72 seiner Familienangehörigen und Anhänger bei der Stadt Kerbela (Irak).

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Schauen wir heute in den Nahen Osten, so sehen wir, dass auch 1334 Jahre nach dieser Zeit immer noch unerbittliche Kämpfe gegen Andersgläubige geführt werden. Menschen werden aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit unterdrückt, verfolgt, vertrieben und ermordet. Minderheiten, die seit Jahrhunderten im Irak, in Syrien oder in der Türkei beheimatet sind, sollen nach Meinung einiger fanatischer Gruppierungen ausgemerzt werden und von der Bildfläche verschwinden. Das, was Pir Imam Hüseyin für uns symbolisiert, ist deshalb heute noch so aktuell und wichtig, wie im Jahre 680.

Auslöser für die grausame Tat vom 10. Muharrem 680 in Kerbela war Pir Imam Hüseyins fortwährender Widerstand gegen den sunnitischen Umayyaden-Kalifen Yezit und seine ungerechte und gewalttätige Herrschaft. Als Pir Imam Hüseyin mit 72 Begleitern auf dem Weg ins irakische Kufa war, um dort seine Anhänger zu unterstützen, wurden sie bei Kerbela von einer tausende Mann starken Armee der Umayyaden tagelang eingekesselt. Schließlich wurden alle getötet, weil Pir Imam Hüseyin nicht bereit war, sich dem Kalifen zu unterwerfen.

Für uns ist Pir Imam Hüseyin deshalb ein Vorbild an Zivilcourage und eine Symbolfigur, der sich auch durch offene Gewalt nicht von seinen Überzeugungen abbringen ließ. Als direkter Nachkomme des Propheten Muhammet galt und gilt er den Anhängern Alis als dessen rechtmäßiger Nachfolger, weil er die Heilige Kraft und Fähigkeit zur Weitergabe des Heiligen Wissens in sich trug.

Im islamischen Monat Muharrem, dem ersten Monat des islamischen Kalenders, gedenken wir daher des Leidenswegs Pir Imam Hüseyins. Anders als viele Schiiten fügen wir Aleviten uns keine körperlichen Schmerzen zu oder stellen die Geschehnisse in Passionsspielen dar, um sein Martyrium nachzuempfinden. Uns geht es um ein inneres Nachvollziehen der Geschehnisse, indem wir dieser Tage im Stillen gedenken und uns in Enthaltsamkeit üben. Dies geschieht durch Maßhalten in jeglicher Hinsicht: Wir essen und trinken nicht vom letzten Mahl des Abends bis Sonnenuntergang des Folgetages und auch unser gemeinsames Mahl zum Ende des täglichen Fastens ist einfach. Viele verzichten auf Fleisch und wir vermeiden Streitigkeiten und gehen respektvoll miteinander und mit Tieren und Pflanzen um.

Neben einer Zeit der Trauer ist das Muharrem-Fasten für uns zugleich eine Zeit der Dankbarkeit, denn das Massaker von 680 überlebte eines der Kinder Pir Imam Hüseyins, Imam Zeynel Abidin. Wegen einer schweren Krankheit war er nicht mit nach Kufa unterwegs und so überlebte er und mit ihm das Heilige Wissen, das er und seine Nachfahren, die übrigen der 12 Heiligen Imame, an uns weitergeben konnten. Für uns Aleviten sind diese 12 wegen der ihnen innewohnenden Heiligen Kraft Leitfiguren unseres Glaubens und wir eifern ihrer Vollkommenheit nach.

Am 6. November werden wir in diesem Jahr zum Abschluss des Muharrem-Fastens unseren Aşure-Tag begehen. An diesem Tag kochen wir traditionell die Süßspeise Aşure, die – in Anlehnung an die 12 Imame der Prophetenfamilie – aus 12 Zutaten zubereitet wird. Diese Süßspeise teilen wir mit Nachbarn und Freunden und viele Ortsgemeinden verteilen sie auf öffentlichen Plätzen an Passanten und informieren über unsere Glaubensgemeinschaft.

In diesem Sinne wünscht die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) allen Fastenden in den Muharrem-Tagen Zeit zum stillen Gedenken, aber auch Zeit für Dankbarkeit, dass die Überzeugungen Pir Imam Hüseyins bis zum heutigen Tage fortleben und wir Menschen uns auch weiterhin gegen Willkür, Verfolgung, Unterdrückung und Tyrannei zur Wehr setzen.

Schauen wir heute in den Nahen Osten, so sehen wir, dass auch 1334 Jahre nach dieser Zeit immer noch unerbittliche Kämpfe gegen Andersgläubige geführt werden. Menschen werden aufgrund ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit unterdrückt, verfolgt, vertrieben und ermordet. Minderheiten, die seit Jahrhunderten im Irak, in Syrien oder in der Türkei beheimatet sind, sollen nach Meinung einiger fanatischer Gruppierungen ausgemerzt werden und von der Bildfläche verschwinden. Das, was Pir Imam Hüseyin für uns symbolisiert, ist deshalb heute noch so aktuell und wichtig, wie im Jahre 680.

Auslöser für die grausame Tat vom 10. Muharrem 680 in Kerbela war Pir Imam Hüseyins fortwährender Widerstand gegen den sunnitischen Umayyaden-Kalifen Yezit und seine ungerechte und gewalttätige Herrschaft. Als Pir Imam Hüseyin mit 72 Begleitern auf dem Weg ins irakische Kufa war, um dort seine Anhänger zu unterstützen, wurden sie bei Kerbela von einer tausende Mann starken Armee der Umayyaden tagelang eingekesselt. Schließlich wurden alle getötet, weil Pir Imam Hüseyin nicht bereit war, sich dem Kalifen zu unterwerfen.

Für uns ist Pir Imam Hüseyin deshalb ein Vorbild an Zivilcourage und eine Symbolfigur, der sich auch durch offene Gewalt nicht von seinen Überzeugungen abbringen ließ. Als direkter Nachkomme des Propheten Muhammet galt und gilt er den Anhängern Alis als dessen rechtmäßiger Nachfolger, weil er die Heilige Kraft und Fähigkeit zur Weitergabe des Heiligen Wissens in sich trug.

Im islamischen Monat Muharrem, dem ersten Monat des islamischen Kalenders, gedenken wir daher des Leidenswegs Pir Imam Hüseyins. Anders als viele Schiiten fügen wir Aleviten uns keine körperlichen Schmerzen zu oder stellen die Geschehnisse in Passionsspielen dar, um sein Martyrium nachzuempfinden. Uns geht es um ein inneres Nachvollziehen der Geschehnisse, indem wir dieser Tage im Stillen gedenken und uns in Enthaltsamkeit üben. Dies geschieht durch Maßhalten in jeglicher Hinsicht: Wir essen und trinken nicht vom letzten Mahl des Abends bis Sonnenuntergang des Folgetages und auch unser gemeinsames Mahl zum Ende des täglichen Fastens ist einfach. Viele verzichten auf Fleisch und wir vermeiden Streitigkeiten und gehen respektvoll miteinander und mit Tieren und Pflanzen um.

Neben einer Zeit der Trauer ist das Muharrem-Fasten für uns zugleich eine Zeit der Dankbarkeit, denn das Massaker von 680 überlebte eines der Kinder Pir Imam Hüseyins, Imam Zeynel Abidin. Wegen einer schweren Krankheit war er nicht mit nach Kufa unterwegs und so überlebte er und mit ihm das Heilige Wissen, das er und seine Nachfahren, die übrigen der 12 Heiligen Imame, an uns weitergeben konnten. Für uns Aleviten sind diese 12 wegen der ihnen innewohnenden Heiligen Kraft Leitfiguren unseres Glaubens und wir eifern ihrer Vollkommenheit nach.

Am 6. November werden wir in diesem Jahr zum Abschluss des Muharrem-Fastens unseren Aşure-Tag begehen. An diesem Tag kochen wir traditionell die Süßspeise Aşure, die – in Anlehnung an die 12 Imame der Prophetenfamilie – aus 12 Zutaten zubereitet wird. Diese Süßspeise teilen wir mit Nachbarn und Freunden und viele Ortsgemeinden verteilen sie auf öffentlichen Plätzen an Passanten und informieren über unsere Glaubensgemeinschaft.

In diesem Sinne wünscht die Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF) allen Fastenden in den Muharrem-Tagen Zeit zum stillen Gedenken, aber auch Zeit für Dankbarkeit, dass die Überzeugungen Pir Imam Hüseyins bis zum heutigen Tage fortleben und wir Menschen uns auch weiterhin gegen Willkür, Verfolgung, Unterdrückung und Tyrannei zur Wehr setzen.

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